Besser fotografieren – Verstehen der Technik

Ja, es ist leider oder besser gesagt, Gott sei Dank so, dass man sich auch in der Fotografie nur durch Lernen und Üben verbessern kann.

Auch ich lerne heute noch Techniken besser zu verstehen, um diese dann anwenden zu können. Weiterbildung ist ein ständiger Prozess und zum Glück hört er niemals auf.
Mein Praktikumschef meinte mal zu mir:

„Wer nicht ständig weiterlernt, ist tot und kann mit der Fotografie aufhören.“

Die Aussage ist vielleicht etwas drastisch ausgedrückt, aber berechtigt. Denn wer aufhört sich weiterzubilden, der wird glauben alles zu können und ich finde, das ist ein schrecklicher Gedanke.

Aber nun zurück zum Thema. Der erste Punkt, der für mich absolut wichtig ist, habe ich eben beschrieben – die Weiterbildung.

Und gerade die Anfänger, die sich intensiver mit der Technik der Fotografie und der Kamera beschäftigen, kommen ständig mit der Theorie in Verbindung. Hier kann ich leider sagen – man kommt nicht drum herum :-/. Ich selber habe mir als Anfänger alles durchgelesen, was ich über Technik in die Finger bekam. Jedes Buch, jede Notiz und Zeitschrift war vor mir nicht sicher. Irgendwann, war es aber auch mit der sachlichen Theorie vorbei und wollte nur noch praktisch ausprobieren.
Also raus und loslegen, was dabei fotografiert wird, ist egal. Hier geht es darum die Abläufe und deren Verhalten in der Fotografie praktisch zu verstehen.

Kamera an und Kameraautomatik rein – los geht´s

Am Anfang nicht schlecht, man bekommt schöne Bilder. Natürlich, weil die Kamera alle Entscheidungen für das Kamera-Optimale-Bild fällt.
Aber sind wir mal ehrlich, eigentlich wollen wir die künstlerische Entscheidung zu gunsten des Bildes fällen. WI(R, nicht die Kamera.

Als ich an den Punkt angekommen bin, musste ich mir überlegen, wie ich die trockene (manchmal schwer zu verstehende) Theorie – praktisch verstehen und umsetzen kann. Da ich am Anfang nur Bücher hatte und keinen Profi Fragen konnte, musste ich mir etwas einfallen lassen.
Mein Trick war, die Kamera an und auf die Automatik stellen ( ich weiß soweit waren wir schon). Ein Bild fotografieren und mir anschauen was die Kamera für Werte nutzt. Dann sah ich mir das Bild an und überlegte mir was ich verändern wollte. Sollte nur der vordere Grashalm scharf zu sehen sein oder auch der Wald im Hintergrund?! Das ist natürlich nur ein Beispiel. Hatte ich mich entschieden, so musste ich mir in meiner erlernten Theorie überlegen, welcher Einstellungsregler im Bild verändert.

Blende- Zeit und Co.

Brauche ich eine andere Blende? Muss ich meine Belichtungszeit oder ISO-Zahl ändern?
Jetzt werden einige sagen, weiß ich doch nicht. Das habe ich auch am Anfang gesagt, aber mit probieren, lernte ich mehr hinzu. Die Theorie grundsätzlich bekannt.

Und das schöne an der ganzen Sache, ich bin immer mit dem technisch perfekten Bild wieder nach Hause gegangen. Ob auch ein künstlerisch von mir perfektioniertes Bild dabei war, lag letztlich an mir. Wie viel Zeit nehme ich mir zum probieren? Möchte ich überhaupt ein künstlerisches Foto?

Ob es eine Veränderung bzw. Verbesserung in unserer Fotografie gibt – liegt immer an uns!

Den hier haben wir den zweiten und dritten Punkt, der mir wichtig ist – Üben, Üben, Üben und Dranbleiben.
Wie heißt es so schön: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“.

Oh man ganz schön viel Text heute. Ich danke Euch für das zu hören bzw. lesen und ich hoffe ich konnte motivieren und vielleicht den ersten Anschub geben.
Noch ein Tipp am Rande. Zum Üben eigenen sich am besten der Nachmittagsspaziergang , eine Wanderung oder wer gleich mit Peoplefotografie beginnen will die beste Freundin :-).

Wie habt Ihr mit der Fotografie angefangen?

Gut Licht! Eure Jana

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